bei Südtirols wasserkraft zu sparen wäre ein fehler

Autor: Roland Gruber , 25.03.2019

Deutlich mehr als 1.000 Wasserkraftwerke – von klein bis ganz groß – bilden das Rückgrat der Südtiroler Energieversorgung. Heute produziert die Autonome Region rund doppelt so viel Strom als man selbst verbraucht.

Umso nachvollziehbarer, dass sich Unverständnis in der Südtiroler Regierung über die neuen Förderrichtlinien aus Rom breitmacht. Wie das Online-Magazin salto.bz kürzlich berichtete, schlug bereits Rudi Rienzner, seines Zeichens Präsident des Südtiroler Energieverbands SEV Alarm und wurde mit den Worten zitiert: „Ändert sich nichts, ist die Wasserkraft tot.“ Im Wesentlichen geht es darum, dass gemäß des neuen FER („fonti energetiche rinnovabili“) sämtliche Fördergelder für Wasserkraftwerke kleiner als 1 MW massiv eingeschränkt werden, im Fall von Südtirol sind das über 900. Nachdem die Förderungen allerdings dringend nötig sind für die Sanierung und Erhaltung der Anlagen, droht den Garanten der Südtiroler Stromversorgung eine wirtschaftliche Bredouille. Mittlerweile hat sich dazu auch Landeshauptmann Arno Kompatscher eingeschaltet, der laut „salto“ in Rom zu intervenieren gedenkt. Es sei richtig, dass der Staat Einsparungen vornehmen wolle, aber „hier spart er an der falschen Stelle“, so Kompatscher. Ein Gespräch mit dem zuständigen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Luigi Di Maio, ist angekündigt. Mittlerweile regt sich hinsichtlich des neuen FER bereits auch in den Nachbarregionen, Veneto  und Friaul, Unmut. Man will für die Wasserkraft intervenieren.

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Rudi Rienzner, Präsident des Südtiroler Energie-
verbandes kann die geplanten Einschränkungen der Förderrichtlinien für die Wasserkraft nicht nachvollziehen und sieht darin eine ernste Bedrohung.

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Die Wasserkraft repräsentiert das Rückgrat der Südtiroler Energieversorgung. Im Bild: Kraftwerk Puni im Vinschgauer Mals

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