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Gleitlager-Lösungen von OILES bewähren sich als „natürliche“ Partner der Hydrotechnik

Der Bau und der Betrieb von Wasserkraftwerken, Schleusen und Staudämmen stellt stets außergewöhnliche Anforderungen an alle beteiligten Unternehmen.

Wer als Zulieferer von Komponenten und Maschinenelementen im globalen Markt von Hydrotechnik und Stahlwasserbau bestehen will, muss dauerhaft mit technologischen Spitzenprodukten überzeugen. Im Bereich der Gleitlagertechnik gehört OILES hier seit vielen Jahrzehnten zur ersten Liga. Mit Hoch leistungs-Gleitlagern aus Speziallegierungen, innovativen Verbundlösungen und kundenorientierten Sonderentwicklungen stellt sich das Unternehmen jeder hydrotechnischen Herausforderung.

Ob im chinesischen Drei-Schluchten-Damm, in der schwimmenden Yumemai-Brücke bei Osaka oder in den Pumpspeicher-Kraftwerken in Waldeck am Edersee und in Österreich – rund um den Globus sorgen selbstschmierende Gleitlager von OILES in hydrotechnischen Energieanlagen und Bauwerken für Bewegung. Sie machen gewaltige Schleusentore mobil, gewährleisten die Leistungsfähigkeit riesiger Turbinen und sichern die Funktionalität mächtiger Ventile oder hochautomatisierter Reinigungsmaschinen – um nur einige Beispiele zu nennen. Dabei verrichten die OILES Gleitlager ihren Dienst störungsfrei über viele Jahre, ohne Wartung und ohne externe Schmierstoffzufuhr. Und das ist gut so, denn da sie oft unter Wasser bzw. an kaum zugänglichen Stellen verbaut sind, muss der Aufwand für ihre Instandhaltung immer nahe Null sein. Ein weiterer Vorteil: Da die selbstschmierenden Gleitlager von OILES per se auf zusätzliche Schmiermittel verzichten können, zeichnen sie sich durch hohe Umweltfreundlichkeit aus. So gesehen sind sie fast so etwas wie der „natürliche“ Partner der Hydrotechnik – selbst unter harten Seewasser-Bedingungen.

Mobilität im und unter Wasser
Weit verbreitet im hydrotechnischen Anlagenbau sind beispielsweise die Gleitlager der Produktlinie OILES #500, die aus einer hochwertigen Bronze-Legierung mit integrierten Festschmierstoff-Reservoirs bestehen. Typische Anwendungsgebiete dafür sind Francis- und Kaplanturbinen, wie sie in vielen Wasserkraftwerken zum Einsatz kommen. Das Unternehmen Voith etwa – einer der weltweit führenden Hersteller von Wasserkraftanlagen – vertraut bei der Realisierung seiner innovativen Kaplanturbinen auf OILES #500-Gleitlager. Diese Turbinen, deren Laufräder einen Gesamtdurchmesser von über neun Meter erreichen, arbeiten in einem großen Betriebsbereich unter anderem deswegen so hocheffizient, weil sie mit verstellbaren Laufschaufeln ausgerüstet sind. Die recht aufwendige Lagerung dieser Laufschaufeln erfolgt in mehreren großen, hochpräzise gefertigten OILES#500-Gleitbuchsen. Hierzulande kommen die mächtigen Kaplan Runner von Voith (www.voith.com) zum Beispiel im Rheinkraftwerk Rheinfelden zum Einsatz.
Als herausragend im Langzeit-Unterwassereinsatz haben sich auch die beiden Gleitlager-Typen OILES #500SP1-SL464 und -SL464LT erwiesen. Sie eignen sich für statische Belastungen von bis zu 150 N/mm2 beziehungsweise dynamische Belastungen von bis zu 49 N/mm2 und zeigen dank ihrer blauen und grünen PTFE-Schmierstoffreservoirs bei Temperaturen von -40°C bis +60°C bzw. +80°C exzellente Gleiteigenschaften. Besonders erwähnenswert beim Typ SL 464LT: Im Ultra-Low-Speed-Einsatz mit Bewegungsgeschwindigkeiten von maximal 0,06 m/s macht dieses Gleitlager sogar kleinste Oszillationswinkel von nur 1 - 2° optimal mit.
Das Bronze-Gleitlager OILES #500SP1-SL464 verbaut beispielsweise der österreichische Spezialist für Containerkrane und Stahlwasserbau Hans Künz GmbH (www.kuenz.com) in seinen hydraulischen Rechenreinigungsmaschinen, die Schleusen und Dämme auf der ganzen Welt von Geschwemmsel und Unrat befreien. Diese oft vollautomatisch laufenden Maschinen sind unverzichtbar für den wirtschaftlichen und effizienten Kraftwerks- bzw. Anlagenbetrieb; sie werden auch zum regelmäßigen Ausbaggern von Sedimentablagerungen eingesetzt.

Die Alternativen zu Bronze
Eine materialtechnische Alternative zu den Bronzelagern sind die in der Hydrotechnik ebenfalls vielfach verwendeten Gleitlager des Typs OILES Fiberflon OH. Diese wartungsfreien, korrosionsfreien Gleitlager bestehen aus einem Phenolharz-Glasfaserverbund mit PTFE-Gleitschicht und punkten mit geringem Gewicht, niedrigem Reibungskoeffizienten und hoher Chemikalienresistenz. Außerdem sind sie elektrisch isolierend. Mit diesen Eigenschaften sind sie wie geschaffen für den Einsatz in Wasserkraft- und Unterwasser-Applikationen – insbesondere für Low-Speed-Anwendungen mit bis zu 0,15 m/s bei mechanischen Belastungen von bis zu 100 N/mm2 (statisch) bzw. 49 N/mm2 (dynamisch). Zu den weiteren Pluspunkten der OILES Fiberflon OH gehört ein außergewöhnlich niedriges Quellverhalten. Herkömmlichen Kunststoff-Gleitlagern sind diese  Verbundwerkstoff -Lösungen daher weit überlegen.
Als Unterwasser-Lösung entwickelt hat der japanische Premiumhersteller auch die Gleitlager OILES #425, die sich seit über 40 Jahren im hydrotechnischen Anlagenbau bewähren. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine hochwertige Verbundwerkstoff-Lösung. Diesmal sind es allerdings Baumwollfasern in einem hochbelastbaren Mantel aus Phenolharz, die diesem Gleitlager erstaunliche Eigenschaften verleihen. Dazu zählt vor allem die Bewegungsgeschwindigkeit von bis zu 15 m/s – womit das OILES #425 beispielsweise ideal geeignet ist für den Einsatz an der Hauptwelle von Wasserkraft-Turbinen. Die statische Belastbarkeit dieses Gleitlagers liegt bei maximal 15 N/mm2; seine dynamische Belastbarkeit reicht bis 4,9 N/mm2. Das OILES Fiberflon OH und das OILES #425 können mit Durchmessern von bis zu 800 mm gefertigt werden. In verschiedenen Ausführungen wurden sie in diesen Größen bereits in vielen Turbinen verbaut.

Auf Wunsch auch mächtige Kalotten
Je nach Typ, Größe und Werkstoff liefert OILES seine Hydrotechnik-Gleitlager in vielen verschiedenen Geometrien. Die üblichen Standards sind dabei Buchsen, Flanschbuchsen, Platten und Scheiben – die für den Einsatz in wasserkrafttechnischen Turbinen und Ventilen mitunter beachtliche Abmessungen erreichen können. Gleitlager-Buchsen mit bis zu zwei Meter Durchmesser sind da keine Seltenheit! Typisch für die Hydrotechnik ist auch die Bauform der Kalotte für die Realisierung von Kugelgelenk-ähnlichen Konstruktionen – etwa im Schleusenbau. Darüber hinaus realisiert der japanische Hersteller für die Hydrotechnik regelmäßig kundenspezifische Sonderlösungen und Neuentwicklungen. Da man über ein erfahrenes Entwicklerteam verfügt, ist daran auch die deutsche OILES-Vertriebsgesellschaft in Ober-Mörlen bei Frankfurt a. Main beteiligt.
Wenn Lagerkonstruktionen für rotative, oszillierende oder lineare Low-Speed-Anwendungen mit hohen oder sehr hohen mechanischen Belastungen zu realisieren sind, gelten die Gleitlager von OILES nicht nur qualitativ als erste Wahl. Für viele Unternehmen – auch außerhalb der Hydrotechnik – sind die einbaufertigen Maschinenelemente vor allem wegen der Kombination von Wartungsfreiheit und einfachem Design attraktiv. Vor dem Hintergrund des stetig steigenden Kosten- und Wettbewerbsdrucks sehen daher viele Entwicklungsabteilungen die Gleitlager-Lösungen von OILES als interessante Alternative zum Einsatz teurer und oft wartungsintensiver Wälz- oder Stahllager. Als lohnenswert erweisen kann sich da auch ein Blick auf die neue Website von OILES (www.oiles.de) oder in den aktuellen Katalog des Unternehmens.
Übrigens: Wer sich aus erster Hand über die hydrotechnischen Kompetenzen von OILES informieren möchte, erhält dazu von 10. - 12. Oktober 2016 Gelegenheit. Denn an diesen drei Tagen präsentiert sich das Unternehmen auf der Fachmesse und Konferenz HYDRO 2016 in Montreux in der Schweiz, dem wichtigsten europäischen Branchentreffen dieses Marktsegments (Stand 101).


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