GHE INNOVATIONSSCHUB MIT HEROS TURBINENREGLER

Autor: rg , 12.08.2012

Wer sich heute für die Turbinentechnik von GHE entscheidet, der greift in den allermeisten Fällen auch auf die Steuerungsund Automationslösung des oberösterreichischen Wasserkraftspezialisten zurück.

Und das aus gutem Grund. Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt man sich intensiv mit der Weiterentwicklung des „HEROS“, jenem Steuerungssystem, das auf Basis bewährter Hardware-Komponenten und einer ausgeklügelten Software einen vollautomatisierten und dabei hoch sicheren Kraftwerksbetrieb garantiert.

Der Turbinenregler stellt einen zentralen Mosaikstein im Gesamtbild des Turn-Key-Anbieters dar, der es erst möglich macht, dem Kunden „alles aus einer Hand“ zu offerieren. 

Die Turbinentechnologie für die Wasserkraft ist im Wesentlichen ausgereift. Abgesehen von kleinen Verfeinerungen und Optimierungen, die es bis zum heutigen Tag immer wieder gibt, entspricht die Bauweise einer Francis-, einer Pelton- oder einer Kaplanturbine jener aus der Zeit ihrer Erfinder. Die große Evolution geht heute in einem anderen Bereich vor sich: in der Steuerung und Automatisierung von Wasserkraftwerken. Speziell mit dem Einzug der computerbasierten Datenverarbeitung wurde ein neues Kapitel in der Geschichte der Wasserkraft aufgeschlagen. Immer mehr Unternehmen aus der Wasserkraftbranche haben erkannt, dass mit heutigen technischen Möglichkeiten ein vollautomatisierter Betrieb eines Kraftwerks zu erreichen und ein Gebot der Zeit ist, ohne dabei Abstriche in punkto Sicherheit zu machen. Im Gegenteil. Bewährte Hardware-Einheiten und eine immer weiter ausgereifte Software sorgen dafür, dass ein Wasserkraftwerk völlig autark seinen Dienst versieht, gleichzeitig aber der Betreiber zu jeder Tages- und Nachtzeit alle Parameter einsehen und kontrollieren – und darüber hinaus auch über Fernwirkanlagen steuernd eingreifen kann.

ANPASSUNGSFÄHIGES SYSTEM
Zu den ausgereiftesten Steuerungs- und Automationssystemen zählt das vom oberösterreichischen Wasserkraftspezialisten entwickelte System HEROS. Zum einen dient es der Regelung und Steuerung von Turbine und Generator sowie der Überwachung von Pegelständen sowie der Restwasserabgabe. Zum anderen können sämtliche periphere Kraftwerkskomponenten eingebunden werden und eine moderne Fernwirkanlage integriert werden. Darüber hinaus werden alle relevanten Betriebsdaten mit hoher Redundanz gespeichert und archiviert. Was das System vor allem auszeichnet, ist seine modulare Bauweise und eine moderne Software-Architektur. Diese Voraussetzungen ermöglichen es, bei Bedarf jede Erweiterung für neue Anforderungen oder individuelle Kundenwünsche vorzunehmen. Zudem ist es so aufgebaut, dass es auch als übergeordnetes System für die Steuerung von gesamten Anlagen mit mehreren eigenständigen Turbinen eingesetzt werden kann. Die Programmierung von HEROS wird zur Gänze im eigenen Haus in Niederranna erstellt. Das bringt den großen Vorteil der Unabhängigkeit mit sich. Auf diese Weise ist man von keinem externen Zulieferer in irgendeiner Form abhängig. Als vorbildlich gilt auch die benutzerfreundliche Bedieneroberfläche. Eine detailreiche Visualisierung garantiert eine einfache und selbsterklärende Bedienung. Der Betreiber kann sich unabhängig von seinem Standort über das Internet in das System einloggen – und die Anlage über das HEROS überwachen und bedienen. Über diese Option verfügen auch die Steuerungsspezialisten aus dem Hause GHE. Schließlich bietet man dem Kunden umfassenden Support. Dazu zählt unter anderem, dass neueste Updates geladen oder Fehlermeldungen geprüft werden. Mehr dazu im Interview mit dem Spezialisten von GHE, Manfred Huber.

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Simulation

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DI Michael Limmer (li) und DI Manfred Huber von GHE können am Simulator jedes Steuerungssystem in virtuellen Testläufen auf Herz und Nieren prüfen.

Foto: zek