Erfolgreichste europäische Wasserkraftmesse eröffnet – Italien zeigt sich als innovatives Wasserkraftland

Autor: Roland Gruber , 24.11.2016

Die achte europäische Kongressmesse für Wasserkraft RENEXPO INTERHYDRO wurde heute am 24. November im Messezentrum Salzburg feierlich eröffnet.

Sie bringt Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verbänden zusammen und leistet damit einen signifikanten Beitrag zur Vernetzung und Kommunikation der Wasserkraft in ganz Europa entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Nach der Eröffnung und dem Energie-Talk führt Johann-Georg Röhm hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft zusammen mit der Presse durch die Ausstellung und erläutert das Konzept der zweitägigen Kongressmesse. Bei der abendlichen After-Work-Party stehen Networking und Kommunikation im Vordergrund. Zudem haben sich zu den beiden Tagen zahlreiche Delegationen angemeldet. 110 Aussteller, fünf Konferenzen und Seminare bilden die Basis
für über 2000 Besucher und rund 400 Tagungsteilnehmer.
Die Wasserkraft mit rund 20.000 Anlagen europaweit leistet einen bedeutenden Beitrag zu Europas Wirtschaft, für die Versorgungssicherheit mit Strom und für den Klimaschutz.

Innerhalb der Europäischen Union erzeugen die Wasserkraftanlagen jährlich rund 380 TWh. Das sind etwa 13 % der gesamten Stromaufbringung. Bis 2030 ist ein Zuwachs um bis zu 20 % möglich; bis 2050 um bis zu 31 %. Mehr als 180 Mio. t CO2-Emissionen werden jährlich in Europa durch die Wasserkraft vermieden.

Beim öffentliche Energietalk „POLITIK UND WIRTSCHAFT IM DIALOG: Wasserkraft im Spannungsfeld zwischen Europäischer "Energie-Union" und "Re-Nationalisierung" betonten die Key-Speakers Dipl.-Ing. Dr. Josef Schwaiger, Landesrat des Landes Salzburg, Dipl.-Ing. Dr. Günther Rabensteiner, Mitglied des Vorstands der VERBUND AG, Wien, Dr. Christian Dupraz, Sektionsleiter Wasserkraft, Bundesamt für Energie, Bern und Dipl.-Ing. Wolfram Sparber, Vorstandsvorsitzender der Alperia AG, Bozen, die Wichtigkeit der Wasserkraft im europäischen Energieverbund und begrüßten einen Ausbau dieser sauberen Energieform, auch in Zeiten niedriger Stromhandelspreise. „Für die Alpenländer bleibt zur Stromproduktion die Wasserkraft auch in Zukunft das maßgebende Rückgrat.“

Andrä Rupprechter, Österreichischer Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft bringt es in seinem Grußwort auf dem Punkt: „Die Wasserkraft ist eine zukunftsträchtige Branche, die über ein nicht zu vernachlässigendes Ausbaupotential verfügt.“


Die europäischen Wasserkraft-Hersteller sind weltweit führend und decken rund zwei Drittel des Weltmarktes ab. Der Beitrag der Wasserkraft zur volkswirtschaftlichen Wertschöpfung beträgt rund 25 Mrd. Euro/a innerhalb der EU. Damit sichert der Wasserkraftsektor in Europa rund 120.000 hochqualifizierte Arbeitsplätze, alleine mehr als 50 Prozent in Deutschland, Österreich und Italien.

110 Aussteller, von den Branchengrößen bis zu neuen innovativen Unternehmen, darunter 15 Aussteller aus dem Partnerland Italien, zeigen die gesamte technische, ökologische und wirtschaftliche Vielfalt der Wasserkraft.

50 europäische Wasserkraftexperten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Behörden und Verbänden referieren bei der 8. Internationalen Kleinwasserkonferenz, dem 1. Italienisch-Deutsch-Österreichischen Wasserkraft- Forum, der 2. Internationalen Wasserkraft-Konferenz, dem 4. Fachkongress Gewässerökologisch verträglicher Wasserkraftausbau und dem ausschließlich von Ausstellern besetzten Aussteller-Forum und treffen dabei auf rund 400 Tagungsteilnehmer. Eine Exkursion
zum Öko-Wasserkraftwerk Salzburg-Lehen ist für die Besucher der Messe kostenfrei.

Für weitere Details besuchen Sie die Homepage: www.renexpohydro.eu oder auf Twitter und Facebook.

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Die Europäische Wasserkraftmesse mit Kongress, RENEXPO INTERHYDRO, findet zum 8. Mal am 24. - 25. November 2016 im Messezentrum Salzburg statt. Italien ist 2016 das Partnerland.

Foto: REECO