Öle und Schmierstoffe als unverzichtbare Komponenten der Wasserkraft

Autor: Roland Gruber , 02.12.2019

Seit sich Turbinen im Dienste der Wasserkraft drehen, gab es Bemühungen, die auftretende Reibung mittels technischer Schmierstoffe zu minimieren. Heute ist das Thema Öle und Schmierstoffe in der Wasserkraft ein zentrales.

Schließlich geht es einerseits um die Effizienz und die Langlebigkeit der eingesetzten Schmiermedien, anderseits aber auch um deren Umweltfreundlichkeit. Schließlich hat der Schutz des wertvollen Gutes Wasser höchste Priorität. Professionelle Anbieter moderner Öle und Schmierstoffe stehen heute ihren Kunden auch mit umfassender Beratung zur Seite.

Tribologie ist die Lehre von der Reibung. Sie liefert in gewisser Weise die Grundlage für die Kenntnis der erforderlichen Schmierung zwischen aufeinander einwirkenden Oberflächen, die sich in Relativbewegung zueinander befinden. Schon die alten Ägypter wussten, dass sich beim Pyramidenbau die Gleitschlitten mit den schweren Steinblöcken auf mit Olivenöl benetzten Oberflächen leichter bewegen lassen. Durchaus möglich, dass dies der erste Einsatz von technischem Schmierstoff – sogar eines biogenen – war. Später wurden die Achslager der ersten Wagenräder mit Tierfett eingerieben. Wie der Autor Thomas Hollaender beschreibt, stand das mittelhochdeutsche Wort „smer“ für rohes Tierfett. Daraus leitete sich schließlich „schmieren“ ab. Auch in der chinesischen Geschichte ist dokumentiert, dass man die Vorteile reibungsmindernder Medien erkannte: Etwa 780 v.Ch. entwickelte man dort ein Schmiermittel aus pflanzlichen Ölen und Blei.  

Umweltfreundliche Öle für die Wasserkraft
Markanten Entwicklungsschritte machten die Schmierstoffe mit der Erfindung der Dampfmaschine sowie später des Verbrennungsmotors. Die erhöhten Belastungen in den Lagern und die neuen Anforderungen führten zur Entwicklung neuer, leistungsstärkerer Öle, die auf Mineralölbasis hergestellt wurden. In den letzten 100 Jahren ihrer Entwicklungsgeschichte wurde den Ölen ein immer breiteres Spektrum an Einsatzmöglichkeiten eröffnet. Schmieren alleine wurde zu wenig, Aufgaben wie Wärmeabfuhr, Kraftübertragung, oder Korrosionsschutz kamen hinzu. Unterschiedliche Destillationsprozesse lieferten Maschinenöle unterschiedlicher Viskosität und Qualität. Mitte der 1980er Jahre kam ein weiterer Aspekt aufs Tapet: Umweltfreundlichkeit. Biologisch abbaubare Öle wurden auf den Markt gebracht, die speziell für Einsätze in heiklen Bereichen – wie etwa im Wasser – prädestiniert waren. Schließlich galt es, auch im Falle von Leckagen Flora und Fauna des Gewässers zu schützen. Heute bietet die Öl- und Schmiermittelindustrie für den Bereich Wasserkraft ein breites Portfolio an leistungsstarken, umweltfreundlichen Ölen und Schmierstoffen, die für sämtliche Einsatzbereiche geeignet sind. Hinzu kommt, dass den Kunden auch ein umfassendes Beratungsangebot zur Verfügung steht. Schließlich geht es in der Praxis einerseits um die Wahl des optimalen Schmiermittels, aber anderseits auch um Fragen der Wartung sowie der Entsorgung von Altölen.

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In der Wasserkraft setzen heute Betreiber aus Überzeugung auf biogene Schmierstoffe, die durch ihre schnelle biologische Abbaubarkeit bestens geeignet sind für die umweltsensiblen Bereiche eines Gewässers.

Foto: Archiv