Ökologie

Fische schwimmen am KW Fahrnau abwärts2 min read

8. Jänner 2014, Lesedauer: 2 min

Fische schwimmen am KW Fahrnau abwärts2 min read

Lesedauer: 2 Minuten

Wo Bagger und Baumaschinen abrücken, halten Bachforelle und Co nun Einzug: Am Kraftwerk Fahrnau an der Wiese beendete die Energiedienst AG die mehrmonatigen Bauarbeiten für eine Fischabstiegsanlage.

Dank der 650.000 Euro teuren Maßnahme, mit der der Energieversorger in diesem Bereich des Flusses Wiese die Forderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie erfüllt, passieren zukünftig flussabwärts wandernde Fische das Kleinwasserkraftwerk ungehindert.

Bereits im August übernahmen Bauarbeiter das Ruder, um den aufwändigen Einbau der Fischabstiegsanlage vorzubereiten. Noch handelt es sich bei dem fertigen Bauwerk um eine eher „trockene“ Anlage, doch schon in den kommenden Tagen heißt es volle Kraft voraus für die Wiese. „Was wir momentan hier sehen, ist ein seltener Anblick“, erklärte Jochen Ulrich von Energiedienst im Rahmen eines Pressegesprächs am Dienstag, 10. Dezember, nicht ohne Stolz. „Die Anlage ist fertiggestellt, aber noch nicht gewässert. Schon bald ist hier Land unter, und das ist auch gut so, dann nehmen Bachforelle, Elritze, Döbel und andere Fische Kurs flussabwärts“.

BYPASS GIBT WEG INS UNTERWASSER FREI

Bisher endete die Wanderschaft der Fische vor dem Kleinwasserkraftwerk – meistens jedenfalls. Lediglich bei höherer Wasserführung konnten die Tiere das Stauwehr überwinden. Das gehört nun der Vergangenheit an: Unabhängig von der Wasserführung ist das Kraftwerk passierbar.

Ein horizontal angeordneter Leitrechen und ein Bypass, also eine Art Umgehungsstraße im Wasser, machen dies möglich. Dieser Bypass eröffnet den Fischen über eine Rinne den Weg flussabwärts. Was bisher nur flussaufwärts über die bestehende Fischtreppe möglich war, funktioniert nun ebenfalls in die andere Richtung. Dank des Einbaus von strömungsgünstigen, abgerundeten Rechenstäben und der Möglichkeit, auf den bisherigen Grobrechen zu verzichten, ließ sich das Projekt trotz des Wasserbedarfs für die neue Fischabstiegsanlage ohne Produktionsverluste realisieren.  Quelle: Energiedienst

„Der Bau der Abstiegsanlage in die bestehende Wasserkraftanlage war planungs- und bautechnisch eine Herausforderung und ist im Landkreis bisher einmalig. Wir freuen uns sehr über diese weitere ökologische Verbesserung, die dem Ökosystem Wiese zu Gute kommt”, dankte Dr. Georg Lutz, Leiter Fachbereich Umwelt beim Landkreis Lörrach.

Ein weiteres Mal belege Energiedienst durch den aufwändigen Bau einer Fischabstiegsanlage ihr Engagement auch für die ökologischen Belange der Wiese. Das Kleinwasserkraftwerk Fahrnau ist seit 2002 am Netz. Seitdem liefert es jährlich rund 1,3 Millionen Kilowattstunden Strom aus erneuerbarer Energie; genug, um 400 Haushalte mit Ökostrom zu versorgen.    [Quelle: Energiedienst]

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