Braun saniert Dammbalken an vier Donaukraftwerken

27. Januar 2026, Lesedauer: 4 min

Mit der Auslieferung von zehn neu gefertigten Dammbalken konnte die Braun Maschinenfabrik aus Vöcklabruck im Sommer dieses Jahres einen umfassenden Sanierungsauftrag an vier großen Donaukraftwerken in Deutschland erfolgreich abschließen. In Summe wurden 44 Stück Dammbalken fachgerecht instandgesetzt und zehn Stück neu gefertigt. Das Projekt, das nun zur vollsten Zufriedenheit des Betreibers abgeschlossen wurde, zeigte einmal mehr: Eine solide Stahlwasserbaulösung erfordert nicht nur eine robuste Konstruktion und einen zuverlässigen Korrosionsschutz, sondern auch präzise Dichtungssysteme und passgenaue Fertigung, damit Betriebssicherheit und Langlebigkeit gewährleistet bleiben.

Dammtafeln im Stahlwasserbau: Funktion, Technik und Bedeutung für Wasserkraftanlagen

Dammtafeln – auch Dammbalken oder Stoplogs genannt – sind zentrale Elemente im Stahlwasserbau. Sie werden in seitlichen Führungen eingesetzt, um Wehrfelder oder Einlaufbauwerke bei Revisionen, Inspektionen oder Notfällen temporär abzuschließen. Mehrere Tafeln übereinander bilden dabei eine stabile und dichte Barriere, die Arbeitsbereiche trockenlegt und einen sicheren Eingriff ermöglicht. Moderne Dammbalken zeichnen sich dabei durch eine Reihe technischer Verbesserungen aus: Sie sind modular aufgebaut, damit auch große Spannweiten handhabbar bleiben und Lasten gleichmäßig verteilt werden können. Hochwertige Dichtungssysteme aus EPDM- oder Neoprenprofilen sorgen für hohe Dichtigkeit bei geringen Setzkräften, während moderne Korrosionsschutzsysteme – etwa Duplexbeschichtungen oder hochfeste Edelstähle – die Lebensdauer erheblich verlängern. Da einzelne Elemente bei großen Staustufen mehrere Tonnen wiegen können, erfolgt die Handhabung heute in der Regel hydraulisch oder per Autokran. Integrierte Greifpunkte und Anschlagösen gewährleisten ein sicheres Handling. Ergänzend kommen teilweise sogar Sensoren zur Lage- und Dichtigkeitskontrolle zum Einsatz.

Alterung und Verschleiß von Dammtafeln durch Betrieb und Umwelteinflüsse

Mit der Zeit sind Dammtafeln hohen Belastungen ausgesetzt: Strömungsdruck, wechselnde Wasserstände, Frost-Tau-Zyklen und Abrieb durch Schwebstoffe oder Treibgut hinterlassen Spuren. Typische Verschleißerscheinungen sind Korrosion an den Stahloberflächen, Verformungen oder Schweißnahtschäden durch jahrzehntelange Beanspruchung sowie ausgehärtete oder beschädigte Dichtprofile, die ihre Elastizität verlieren und nicht mehr zuverlässig abdichten. Auch in den Führungsnuten können sich Ablagerungen oder Rost ansetzen, was die Beweglichkeit und Passgenauigkeit beeinträchtigt. Spätestens wenn sichtbare Korrosionsnarben, Leckagen oder Undichtigkeiten auftreten, oder wenn die Elemente beim Ein- und Ausbau nicht mehr sicher gehandhabt werden können, ist eine Sanierung unumgänglich. In Fällen, in denen die strukturelle Integrität stark beeinträchtigt ist – etwa bei Rissbildung oder massiver Deformation – empfiehlt sich der komplette Austausch durch Neuanfertigungen, um Betriebssicherheit und Dichtigkeit langfristig zu gewährleisten. In derartigen Fällen ist es unerlässlich, Branchenspezialisten beizuziehen – wie etwa die Braun Maschinenfabrik, ein innovationsstarkes Traditionsunternehmen aus Oberösterreich, das seit Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf in der Stahlwasserbaubranche genießt – auch über die Grenzen Österreichs hinaus.

Strukturierte Sanierung von Dammbalken mit lückenloser Dokumentation

Bei der Sanierung von Dammtafeln setzt ein spezialisiertes Unternehmen wie die Braun Maschinenfabrik auf ein strukturiertes Vorgehen, das Erfahrung, Know-how und Präzision verbindet. In einem ersten Arbeitsschritt werden die Dammbalken gründlich inspiziert, vermessen und auf Schäden wie Korrosionsnarben, Verformungen oder Materialabtrag überprüft. Danach erfolgt das Strahlen und Beschichten, um einen dauerhaften Korrosionsschutz sicherzustellen, bevor die Oberflächen mit modernen Beschichtungssystemen neu versiegelt werden. Dichtprofile werden ausgebaut, ersetzt und passgenau wieder eingebaut, damit die Tafeln ihre Funktion zuverlässig erfüllen können. Wo Bauteile stark beschädigt sind, können Elemente auch gezielt neu gefertigt werden – so wie im aktuellen Donau-Projekt, bei dem zehn Tafeln ersetzt wurden. Entscheidend ist dabei nicht nur die technische Qualität der Arbeiten, sondern auch die lückenlose Dokumentation, sorgfältige Projektsteuerung und enge Abstimmung mit dem Betreiber. Nur auf dieser Basis können die sanierten Bauteile wieder nahtlos in den Kraftwerksbetrieb integriert werden.

Erfolgreiche Dammtafel-Sanierung an Donaukraftwerken bestätigt Fachkompetenz von Braun Maschinenfabrik

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Sanierungsprojekts an vier großen Donaukraftwerken konnte Braun Maschinenfabrik eindrucksvoll unter Beweis stellen, wie wichtig Fachkompetenz im Stahlwasserbau ist. Der Auftrag umfasste die Instandsetzung von 44 Dammbalken sowie die Neufertigung von zehn zusätzlichen Elementen – und wurde vom Betreiber mit höchster Zufriedenheit abgenommen. Besonders positiv hervorgehoben wurden die Qualität der Ausführung, die durchgängige Dokumentation und die umsichtige Projektleitung. Solche Projekte verdeutlichen, dass die Sanierung von Dammtafeln kein Detailthema ist, sondern ein entscheidender Faktor für die Betriebssicherheit, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit großer Wasserkraftanlagen. Moderne Sanierungslösungen tragen dazu bei, die Funktionalität der Bauwerke über Jahrzehnte hinweg sicherzustellen – und leisten so einen unverzichtbaren Beitrag zum zuverlässigen Betrieb der erneuerbaren Energieerzeugung an unseren großen Fließgewässern.

Braun Dammbalken
Abnahme durch den Projektleiter des Kraftwerksbetreibers
© Braun Maschinenfabrik

Erschienen in zek HYDRO, Ausgabe 5/2025