Siemens Energy Austria GmbH rüstet Kraftwerk Stegenwald mit moderner Leittechnik aus

19. März 2026, Lesedauer: 6 min

Bild: © Siemens Energy Austria GmbH

Bei der leittechnischen Ausstattung des neuen Salzachkraftwerks Stegenwald setzten die Verbund Hydro Power GmbH und die Salzburg AG auf die Wasserkraftspezialisten der Siemens Energy Austria GmbH. Die in der Landeshauptstadt Salzburg ansässigen Branchenspezialisten konnten ihr umfassendes Know-how und ihre technologische Kompetenz, die auf jahrzehntelanger Erfahrung rund um den Globus basiert, ein weiteres Mal voll unter Beweis stellen. Für die Siemens Energy Austria GmbH ist das Projekt Kraftwerk Stegenwald aus mehrerlei Hinsicht von enormer Bedeutung und Wichtigkeit: Zum einen untermauert es die hervorragende und bereits seit vielen Jahren fundierte Zusammenarbeit und das damit verbundene steigende Vertrauen zwischen den Auftraggeberinnen Verbund Hydro Power GmbH und Salzburg AG und dem Auftragnehmer Siemens Energy Austria GmbH. Zum anderen ist das Projekt aus technischer Sicht durch den Einsatz der neuen Leittechnik Device Manager sowie der erstmaligen Umsetzung einer Wasserhaushaltsregelung bei einem überströmten Kraftwerk ein absolutes Novum. Nicht zuletzt ist das Kraftwerk Stegenwald aufgrund seiner unmittelbaren Nähe zum Bürostandort der Siemens Energy Austria GmbH Wasserkraftspezialisten aus Salzburg eine optimale Referenz, die dank kurzer Wege mit Kunden und Partnern besichtigt werden kann.

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Schaltschrankplanung, Softwareengineering sowie Montage und Inbetriebnahme zählten zum Leistungsumfang der Siemens Energy Austria GmbH aus der Landeshauptstadt Salzburg.
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Digitale Leittechnik für Wasserkraft: Automatisierung und Fernüberwachung auf neuem Niveau

Der Lieferumfang umfasste die leittechnische und elektrische Ausrüstung für die Gewerke Maschinenautomatik inklusive Turbinenregler, Hilfsbetriebe und elektrischer Maschinenschutz der beiden Maschinen sowie die allgemeine Automatik und die Automatisierung der beiden Wehrfelder inklusive der Turbinenzulaufklappen. Als zentrale Bedien- und Beobachtungseinheit dient ein Leitstand-Arbeitsplatz im Wartenraum des Kraftwerks. Die Einbindung in das übergeordnete Prozessleitsystem der Salzburg AG, welche die Anlage betreibt und somit die Möglichkeit zur Fernüberwachung durch das Betriebspersonal hat, erfolgt mit dem gängigen Kommunikationsprotokoll IEC 60870-5-104. Auch die komplette elektrotechnische Montage und die herausfordernde Inbetriebnahme wurden durch erfahrene Mitarbeiter der Siemens Energy Austria GmbH Einheit aus Salzburg durchgeführt.

Moderne Automatisierungs- und Leittechnik für sichere und hochverfügbare Wasserkraftanlagen

Ein modernes Automatisierungs- und Leitsystem erhöht die Anlagenverfügbarkeit und schützt das Kraftwerk vor Cyberattacken. Das Herzstück der Anlage stellt die Siemens Energy Austria GmbH Maschinensteuerung mit dem Turbinenregler dar. Bei der Realisierung des digitalen Turbinenreglers wurde nicht nur die Regelung der einzelnen Maschinen, sondern auch das Zusammenspiel der Maschinen in der Wasserhaushaltsautomatik optimiert. Im Detail wurde eine neue SICAM A8000 Steuerung in Verbindung mit dem Device Manager als Projektierungsumgebung eingesetzt. Die Visualisierung zur Bedienung und Beobachtung der Anlage erfolgt mit der vom lokal in Salzburg ansässigen Softwarespezialisten CopaData entwickelten Umgebung Zenon. Skalierbarkeit, Sicherheit und Vernetzung sowie die Konformität zu den relevanten Standards von ISO, ISA, IEEE und IEC sind die Basis für ein robustes und hochverfügbares System, wie es in der Energiewirtschaft und im Speziellen beim Kraftwerk Stegenwald durch die Siemens Energy Austria GmbH eingesetzt wird. Die Automatisierungseinheit SICAM A8000 verfügt über hohe Funktionalität und Flexibilität, was wiederum eine Vielzahl an Kombinationen von Automatisierungs-, Fernwirk- und Kommunikationsaufgaben erlaubt. Ergänzt um die skalierbare Leistungsfähigkeit und verschiedene Redundanzkonfigurationen wird eine optimale Anpassung an die jeweiligen Anforderungen des Prozesses im Wasserkraftsegment erreicht.

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Der Lieferumfang der Siemens Energy Austria GmbH umfasste die leit- und schutztechnische Ausrüstung des Kraftwerks Stegenwald.
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Vor allem in Hinblick auf die immer größer werdenden Heraus- und Anforderungen an die Cyber-Security sowie an das Schnittstellen- und Kommunikationsmanagement ist die A8000 aus der SICAM-Familie den anderen eingesetzten Produkten am Wasserkraftmarkt weit voraus. Mit dem erstmaligen Einsatz der SICAM Device Manager Lösung an der Salzach können die Vorteile wie effizienteres Konfigurieren, Parametrieren und Testen sowie die einfachere Pflege von relevanten Datenbeständen vollumfänglich genutzt werden und somit zu einer wirtschaftlichen Umsetzung des Projekts beitragen. „Für unser Projektteam war es natürlich sehr hilfreich, die Philosophie und technische Vorstellung beider Unternehmen, sowohl von der Salzburg AG als auch von der Verbund Hydro Power GmbH, aus vorherigen Projekten zu kennen. Ohne größeren Abstimmungsaufwand konnte direkt mit dem Detailengineering gestartet und somit wertvolle Zeit für die Projektabwicklung gewonnen werden. Besonders hervorzuheben ist der Mehrwert für sämtliche am Projekt beteiligten Personen und Unternehmen, der durch eingespielte Projektteams sowohl auf Kunden- als auch auf Lieferantenseite aufgrund langfristig etablierter Zusammenarbeit und Beziehungen über die Jahre hinweg entsteht. Auf dieser Basis sind die Herausforderungen, welche jedes Projekt in dieser Größenordnung bereithält, im Sinne einer gemeinsamen Lösungsfindung wesentlich einfacher und schneller zu bewerkstelligen“, ist Christian Ott, Projektleiter bei der Siemens Energy Austria GmbH, überzeugt.

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Das Kraftwerk Stegenwald ist für die Salzburger Branchenexperten eine sehenswerte Referenzanlage in direkter Nähe zum Bürostandort.
© Siemens Energy Austria GmbH

Langjährige Partnerschaften als Basis für erfolgreiche Wasserkraftprojekte

Mit der erfolgreichen Umsetzung von Projekten wie dem Kraftwerk Dießbach oder dem Kraftwerk Wald hat die Siemens Energy Austria GmbH nicht nur bedeutende Referenzen inmitten einer der tourismusintensivsten Regionen Österreichs geschaffen, sondern auch die Kundenbeziehung zum größten Energieversorger des Bundeslandes Salzburg weiter vertieft. Für das Kraftwerk Stegenwald bedeutete dies, dass ein optimal eingespieltes Projektteam die Umbauarbeiten mit einem hohen Maß an Professionalität und Qualität erledigen konnte. Während der Projektierungsphase wurde in enger Zusammenarbeit mit allen am Projekt beteiligten Gewerken in kürzester Zeit eine Basis für das gemeinsame Ziel, die erfolgreiche und möglichst effiziente Durchführung der Kraftwerkserrichtung, geschaffen. Durch die hervorragende Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligten Personen, die stets sowohl menschlich als auch technisch auf einem sehr hohen Niveau zusammenarbeiteten, konnte das Projekt innerhalb des straffen Terminplans zur vollsten Zufriedenheit fertiggestellt werden. Besonders hervorzuheben sind die Flexibilität und das fundierte Know-how der Ingenieure der Siemens Energy Austria GmbH sowie die kooperative und stets auf Augenhöhe basierende Kommunikation sowie gegenseitige Wertschätzung mit den Auftraggeberinnen Salzburg AG und Verbund Hydro Power GmbH. „Neben dem eigenen Anspruch der Siemens Energy Austria GmbH Einheit in Salzburg, stets beste Qualität abzuliefern, führt ein hohes Maß an Flexibilität in Verbindung mit geballter Kompetenz und eine effiziente sowie hoch professionelle Projektabwicklung zur Fortsetzung der gemeinsamen Erfolgsgeschichte zwischen den beteiligten Unternehmen“, sagt Siemens Energy Austria GmbH Niederlassungsleiter Markus Steindl.

Erschienen in zek HYDRO, Ausgabe 6/2025